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So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein: Tagebuch einer Krebserkrankung von Christoph SchlingensiefGebundene Ausgabe von Kiepenheuer & WitschAngebote bei Amazon: ab EUR 10,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3462041118, Erscheinungsdatum: April 2009, Auflage: 1., Auflage |
5 Kundenrezensionen:Fast ein Sachbuch 3 von 5 PunktenBin kein großer Opernfan und kenne Schlingensief eher aus dem Feuilleton ganz allgemein aus den Medien. Wegen der zahlreichen sehr positiven Rezensionen und weil ich einfach gerne lese, habe ich mir das Buch gekauft. Ich weiß nicht ob es an mir liegt, aber ich kann wenig bis gar nichts aus den positiven Rezensionen nachempfinden. Dieses Buch hat es nicht geschafft, mich zu berühren. Ich empfinde es als seltsam distanziert, fast wie ein Sachbuch, empfinde Schlingensief's Erzählstil als anstrengend. Obwohl der Autor ja einen Einblick in eine sehr belastende, sehr persönliche Situation gibt, bleibt er mir fremd. Ich wusste nicht, dass er wohl die meisten Passagen in ein Diktiergerät gesprochen hat und das Buch ist dementsprechend rein chronologisch aufgebaut. Ob das aber den Unterschied zu anderer Literatur zum gleichen Thema ausmacht? Denke ich an Leonhard Lentz "Der Indianer" oder Ruth Picardie "Es wird mir fehlen, das Leben", werden beide Autoren sofort vor meinem geistigen Auge lebendig. Obwohl beide die Krankheit nicht überlebt haben. Das Buch von Lentz ist von Anfang der 90er Jahre, das von Picardie aus den späten 90ern. Das ist immerhin schon eine Weile her. Schlingensief habe ich eben ausgelesen und schon nahezu alles vergessen. Schade. Hatte mir sein Buch, insbesondere nach den vielen 5-Sterne-Rezensionen, völlig anders vorgestellt und bleibe etwas ratlos zurück. Für von dieser Krankheit betroffene Menschen ist dieses Buch eine Ermutigung, nicht aufzugeben, vor allem die Würde nicht 5 von 5 PunktenDer berühmte Regisseur und Energiekünstler, der Tausendsassa der deutschen Kultur- und Theaterszene, jener Mann, der seit Jahren sprüht vor Ideen und der ruhelos von einem Projekt zum anderen hetzt, sieht sich Anfang 2008 von einem Tag auf den anderen mit der Diagnose eines Lungenkrebses konfrontiert; sein einer Lungenflügel ist betroffen, obwohl er doch gar nicht raucht. Und so wie seine beruflichen Projekte versucht auch er auch diese Nachricht aufzunehmen. Er nimmt sich ein Diktiergerät und vertraut diesem Gerät in den folgenden Monaten fast täglich all das an, was er erlebt, denkt und fühlt: "Dieses Buch ist das Dokument einer Erkrankung, keine Kampfschrift. Zumindest keine Kampfschrift gegen eine Krankheit namens Krebs. Aber vielleicht eine für die Autonomie des Kranken und gegen die Sprachlosigkeit des Sterbens. Meine Gedanken aufzuzeichnen, hat mir jedenfalls geholfen, das Schlimmste, was ich je erlebt habe, zu verstehen und mich gegen den Verlust meiner Autonomie zu wehren. Vielleicht hilft es nun auch einigen, diese Aufzeichnungen zu lesen. Denn es geht hier nicht um ein besonderes Schicksal, sondern um eines unter Millionen", schreibt er Ende März 2009 in seinem Vorwort, als nach einer vorübergehenden Verbesserung seines Zustandes durch eine Operation und eine anschließende Chemotherapie, sich auch in seinem verbliebenen Lungenflügel Metastasen gebildet haben. Es ist ein schreckliches Buch, das Schlingensief da geschrieben hat, weil es von einer Krankheit handelt, gegen die ein Mensch sich letztlich nicht wehren kann. Es ist ein elendes, ein wahnsinnig trauriges Buch, aber auch ein sehr schönes Buch, weil es seinem Autor gelingt, eine Authentizität herzustellen, die unter die Haut geht. In einem Leben, dass immer bestand aus Energie, völliger Freiheit, Plötzlichkeit und die Menschen mitreißendem Enthusiasmus, aus Wut und grenzenloser Phantasie, hat der Krebs die Macht übernommen. Zunächst ist Christoph Schlingensief noch richtig bemüht, seine Diktate zu inszenieren, ist selbst ganz hingerissen von den vielen neuen Bildern, die ein solch radikal neuer Lebenszustand mit sich bringt: "Es gibt eben Bilder, die haben keine Eindeutigkeit, in so einem Bild befinde ich mich zurzeit. Und ich habe das schließlich immer gemocht, dass es Bilder gibt, die nicht eindeutig sind, die aus Überblendungen bestehen und auf die die Leute völlig unterschiedlich reagieren." Er besucht das Grab seines Vaters, träumt davon ein Opernhaus in Afrika zu bauen, wenn er wieder gesund wird und er setzt sich mit Gott auseinander. Mal ist er ihm nahe, mal ganz fern. Diese Gespräche mit Gott waren für mich die anrührendsten Passagen in einem Buch, das einen nicht kalt lassen kann. Wenn er etwa einfach schreibt: "Und ich lebe doch so gerne." Oder wenn er immer wieder mit Gott rechtet, einen Gott, den er durchaus als seinen Gott ansieht, und ihn anklagt wie damals Hiob: "Und das lieber, Gott, ist die größte Enttäuschung, dass du ein Glückskind einfach so zertrittst." Das Buch ist ein Dokument eines Menschen, der so wie viele andere sprachlose Krebskranken vor ihm alle Phasen der Krankheit durchkämpfen muss, den Schock der ersten Nachricht, die Diagnose, die Hoffnung auf die Therapie, deren unsägliches Leid und am Ende doch zu spüren, dass man den Kampf verlieren wird. Aber er bleibt nicht sprachlos in seinem Leid; er spricht darüber, und behält gerade dadurch seine Menschenwürde bis zum nahen Ende, als er beginnt, Abschiedsbriefe in sein Handy zu tippen und jeder Optimismus verflogen ist. Für von dieser Krankheit betroffene Menschen ist dieses Buch eine Ermutigung, nicht aufzugeben, vor allem, nicht die Würde aufzugeben, obwohl sie einem an jeder Ecke des medizinischen Betriebs geraubt wird. Für einen gesunden Leser wie den Rezensenten ist die Lektüre eine permanente Frage an sich selbst, wie man in einer solchen Situation handeln und entscheiden würde. Und es bleibt zurück ein Gefühl der Dankbarkeit über jeden neuen Tag geschenktes Leben. Mir hat's gefallen 5 von 5 PunktenWer bei diesem Buch einen ausführlichen Leidensbericht mit allen Schikanen erwartet wird enttäuscht. Oft fehlen Teile der "Handlung" und man wird eher ins kalte Wasser geworfen. Doch darum ging es für mich beim Lesen dieses Buchs gar nicht. Ich empfand die Darstellung des Prozesses der Selbstfindung und den Umgang mit der Krankheit wesentlich interessanter. Man lernt den Autor auszugsweise kennen und kann nicht alles in ein harmonisches Bild setzen. Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und das ist alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann. Nichts ist schlimmer als einfach die Lösung am Ende präsentiert zu bekommen. Für mich war das Buch eine Bereicherung. Wenig Leben/Menschen, viel Gott/Vater Schuld und Sühne 2 von 5 PunktenLeider kommt der Mensch nur selten vor (Ausnahme Aino und Dr. Kaiser). Es geht viele, viele Seiten lang um die Gottesfrage und um die Beziehung zum verstorbenen Vater bzw. dessen Einstellung zum Leben. Sollte Herr Schlingensief dieses hier lesen, so möchte ich sagen, dass ich mich natürlich nicht darüber aufregen darf, was er in seiner Gefühlslage in sein Diktiergerät säuselt. Ich bin halt eher ein "Aino-Typ" und brauche Gott (vielleicht noch) nicht. Der Gefühlswahnsinn mit Aino war aber schön zu lesen und hat mich sehr berührt. Manchmal sind die Zeitlücken zu groß und manchmal zu klein. Es ist halt kein geplantes Buch und ich liebe nichts mehr als die Realität und Spontanität. Alles Gute! (Mit warmen Menschen auch ohne Gott) Wer dem Tod begegnet ist, hat das Leben verstanden 5 von 5 PunktenEine Liebeserklärung an das Leben? Eine Kriegserklärung an den Tod? Ein Notruf an all die da oben, die tödliche Schicksalspläne schmieden? Vielleicht auch ein verzweifelter Versuch, das Hier und Jetzt festzuhalten. In der gleichzeitigen Tuchfühlung mit einer jenseitigen Welt. Ein Seelenbekenntnis, das selbst den Himmel aufhorchen lässt. Und eine Diagnose, die einen Ra(s)tlosen zum Innehalten zwingt. Christoph Schlingensief taucht in seiner todernsten Begegnung mit seiner bedrohlichen Krankheit in alle Seelentiefen ein. Mal gehalten von einer unerschütterlichen Hoffnung, dann wieder fallen gelassen von der zugeschütteten Angst, sterben zu müssen. Mit der immer wiederkehrenden Frage: wo bleibt der allmächtige Gott in dieser ohnmächtigen Zeit? Und wo bitte sehr seine göttliche Gnade in diesem ungnädigen Schicksal? Er scheint sich in Luft aufzulösen, wo man um Atem ringt. Selbst seine himmlischen Helfer glänzen durch Abwesenheit. Hat Schicksal überhaupt ein Gefühl für Zeit? Dafür, wann Menschen bereit sind, zu gehen? All diese Fragen stellt sich ein Todkranker, der am Leben festhält. Sein unvollendetes Werk erfüllt sehen möchte. Und seinen ungebrochenen Überlebenswillen auf geballten Hoffnungshänden trägt. Christoph Schlingensief scheint in aller Verlassenheit dennoch einen irdischen Engel an seiner Seite zu haben. Dem dieses Buch gewidmet ist. Ob er von Gott geschickt wurde, sei dahingestellt. Ein Schicksal, das in aller Mutlosigkeit den Weg der Demut findet. Ja sogar neue Lebenspläne im Angesicht des Todes schmiedet. Und jeden gelebten Augenblick als geschenkte Ewigkeit annimmt. Ein Buch, das Schicksal tragenden Menschen Mut macht, ihre schlaflosen Nächte in Tagträume zu verwandeln. Jeden einzelnen Hoffnungsfaden als Anfang einer neuen Zeitrechnung zu nehmen. Schade nur, dass ausgerechnet Vertreter der Kirche dieses kostbare Dokument des Lebens anzweifeln. Ja sogar als Provokation bezeichnen. Als christliche Vorbilder sollten gerade sie begriffen haben, dass jeder Seelenschmerz seinen Ausdruck finden muss. Danke, lieber Christoph Schlingensief, für dieses leidgesäumte, schmerzdurchlebte, heilsame Buch! |
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Insight - Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt von André Boße, Dennis PlaukGebundene Ausgabe von HannibalAngebote bei Amazon: ab EUR 19,95 ISBN: 3854453256, Erscheinungsdatum: Sept. 2010, Auflage: 1 |
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a-ha - Die ganze Geschichte: Die autorisierte Biografie von Jan OmdahlGebundene Ausgabe von HannibalAngebote bei Amazon: ab EUR 39,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3854453310, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage |
Eine Kundenrezension:gut zu lesen 4 von 5 PunktenIch habe das Buch am Stück durchgelesen und mochte es zwischendurch gar nicht beiseite legen. Es ist prima geschrieben und viele Details kannte ich noch nicht. Interessante Lektüre und auch viele schöne Fotos. Ab und an fehlt mal ein Buchstabe ist nicht der Rede wert. |
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Fleisch ist mein Gemüse: Eine Landjugend mit Musik von Heinz StrunkTaschenbuch von rororoAngebote bei Amazon: ab EUR 0,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499237113, Erscheinungsdatum: Oktober 2004, Auflage: 28 |
Aus der Amazon.de-RedaktionWer beispielsweise über Populärmusik aus Vittula gelacht hat, dem kann auch Fleisch ist mein Gemüse wärmstens empfohlen werden: traurige Jugend in den 80ern, pubertäre Sexualnöte, schaurige Provinzgestalten und trotz allem der Traum von einer Musikerkarriere. Nur ist Fleisch ist mein Gemüse doch noch etwas härtere Kost. Weil erstens offenbar alles selbst erlebt ist. Und zweitens die Pubertät mit ihren Qualen überhaupt nicht enden will. Denn Heinz ist schon 23, hat immer noch schwere Akne, wohnt bei Muttern und ?schraubt? in seinem Heimstudio im Keller Playbacks zusammen, auf dem Weg zum Hitproduzenten. Und sein Erfolg bei Frauen rangiert auf einer Skala von 1 bis 10 eher im Minusbereich. Der Alltag ist geprägt vom Daddeln an Spielautomaten, exzessiver Selbstbefriedigung und Musikunterricht, bei dem Heinz seine Schüler mit Fragen nach der ?enharmonischen Verwechslung von ges? quält. Doch auch als der talentierte Hobby-Saxophonist einen Job bei der Tanzband ?Tiffanys? bekommt, ist das keineswegs die Wende zum Besseren. Statt ?Sex, Drugs and Rock?n?Roll? und willigen Groupies bedeutet das nächtelange Auftritte bei Hochzeiten, Dorfjugendveranstaltungen und Schützenfesten in Garlstorf oder Moorwerder: eine ?drittklassige Rumpelband? in erbarmungswürdig schlecht sitzenden Sakkos und mit einem grauenerregenden Repertoire von G.G. Anderson bis zur ?Schützenliesel?. Ein Millionenpublikum brachte Heinz Strunk zum erstenmal bei seinen Gastauftritten in der SAT1-Wochenshow zum Lachen, mit seinen genial verhaspelten Beiträgen des ?offenen Kanal Hamburg-Harburg?. Eigentlich heißt er Mathias Halfpape, trat zwischendurch auch als Jürgen Dose auf und verdutzte zuletzt die VIVA-Zuschauer mit seinem ?Fleischmann TV?. Und mit seiner CD Einz -- absurde Songs und Minihörspiele -- muss man ihn zweifellos mit Helge Schneider vergleichen. Schräg ist Fleisch ist mein Gemüse auch, und sehr lustig, zugleich aber todtraurig. Dass seine Geschichte diese Balance zu halten vermag, ist vielleicht das Bemerkenswerteste an Heinz Strunks Buch. Und natürlich, dass eine fürchterliche ?Landjugend mit Musik? zumindest zum perfekten Stoff für ein tragikomisches Lesevergnügen taugt. --Christian Stahl 5 Kundenrezensionen:Einfach klasse! 5 von 5 PunktenJetzt sitze ich hier nachts um halb eins auf dem Bett, habe mein Powerbook vor mir um eine Rezension zu Fleisch ist mein Gemüse zu verfassen und ich bemerke, dass irgendwo in meiner Nähe eine Party stattfinden muß, denn durch das offene Fenster dröhnt von weit her "Stumblin In". Wenn das mal kein Omen ist. Gut oder schlecht? Wer weiß, also dann. Etwas tun zu müssen, womit man sich nicht identifizieren kann, ist unangenehm. Das in aller Öffentlichkeit tun zu müssen, ist sehr unangenehm. Damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muß die Hölle sein. Wenn dann noch eine pflegebedürftige Mutter, welche langsam den Verstand verliert, und sexuelle Frustration gepaart mit Spielsucht und Alkoholismus dazukommen, möchte man eigentlich gar nicht mehr so genau wissen, wie sich das anfühlt. Es sei denn, es wird einem von Heinz Strunk persönlich erzählt bzw. vorgelesen. Die schonungslose Offenheit, mit der er sein Innerstes nach außen kehrt ist schon fast erschreckend. Und auch die freimütigen Äußerungen über seine Mutter und seine Kollegen werfen die Frage auf, wie autobiographisch der Roman eigentlich ist. Obwohl das Buch lediglich als autobiographisch gefärbter Roman bezeichnet wird kommt der Inhalt derartig authenthisch rüber, dass man sich nur schwer vorstellen kann, es wäre anders gewesen. Ich bin nicht unbedingt für Hörbücher, meistens schlafe ich dabei ein. Aber in diesem Fall würde ich jedem unbedingt das Hörbuch empfehlen. Strunks Vortrag ist einfach klasse und seine Stimme sehr wandelbar. Herrlich, wie er die Bandkollegen mimt, seinen Opa zitiert ... ok, die Frauen klingen alle mehr oder minder gleich, aber dennoch sehr komisch. Streckenweise ist das Buch sehr tragisch und ich gehöre nicht zu denjenigen, die auch in der Tragik gerne das Komische sehen. Aber die Verbindung von lustigen und traurigen Momenten ist sehr nahe am Leben und das ist vielleicht das eigentliche Erfolgsgeheimnis der Geschichte. Lustige und traurige Ereignisse - wie banal sie auch manchmal sein mögen - fesseln uns, wenn sie nur offen und eindringlich geschildert werden. Ich jedenfalls kann das Buch gefühlt auswendig. tragikomisch 4 von 5 Punktenfleisch ist mein gemüse muss man als (pop) musiker gelesen haben! humor hilft sich über die realität zu erheben und das ist - wie von heinz strunk treffend beschrieben- oft mehr als notwendig. Geschenk für meinen Freund 5 von 5 PunktenDas Produkt kam pünktlich ohne Fehler. Das Buch war das Geburtstagsgeschenk für meinen Freund. Er liest es z.Zt. und lacht dabei sehr viel. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, werde es aber sicher tun. Mein Freund ist vom Buch begeistert. Für Musiker aber auch für Nicht-Musiker 5 von 5 PunktenIch hab von einem Bekannten über dieses Buch gehört. Es ist toll und lustig geschrieben. Die Erlebnisse kann ich als ehemaliger Tanzmucker nur bestätigen. Super... ich habe mich wieder in meine Jugend versetzt gefühlt. Sehr empfehlenswert für Musiker aber auch für Leute die damit vielleicht mal Berührung hatten. Kurzweilige Bedeutungslosigkeit 3 von 5 PunktenÜber Heinz Strunks Werk ist ja schon viel gesagt und geschrieben worden. Ich denke, es ist vor allem Geschmackssache, ob man es mag. Ich sag es gleich vorweg: ich bin kein Fan. Ich finde, es ist gut erzählt, die Sprache trifft durchaus meinen Nerv, auch wenn sie teilweise recht deftig ist. Damit schafft Strunk aber auch eine hohe Authenzität. Strunk erzählt rückblickend seine eigene Geschichte im Zeitraum 1985-1997, in der er als Musiker in einer Tanzband sein Geld verdiente. Trostlose Mucken, kein Glück bei den Frauen, besoffene Gäste, Glücksspiel und eine kranke Mutter bestimmen den Alltag des Autors in dieser Zeit. Wirklich Sensationelles geschieht nicht in dem Buch. Höhepunkte sind Auftritte, in denen die Band gefeiert wird und solche, in denen sie gemeinsam mit abgetakelten Stars auftreten. Die Beschreibung dieser Veranstaltungen und die detaillierten Textwiedergaben der sogenannten Hits ließen bei mir manchmal die Haare zu Berge stehen und ich bin so froh, um dieses Genre immer einen weiten Bogen gemacht zu haben. Fazit: ein kurzweiliges Buch ohne bleibenden Eindruck. |
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Life von Keith RichardsGebundene Ausgabe von Heyne VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 26,99 ISBN: 3453163036, Erscheinungsdatum: Oktober 2010 |
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Ozzy: Die Autobiografie von Ozzy Osbourne, Chris AyresGebundene Ausgabe von Heyne VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 17,89 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453169255, Erscheinungsdatum: Dezember 2009 |
5 Kundenrezensionen:Endlich OZZY 5 von 5 PunktenEs gibt tonnenweise Biographien ABER das hier ist wirklich einmalig!!! Neben den biographischen und den zeithistorisch-musikalischen Informationen rund um Ozzy und Black Sabbath wird man auch noch auf humorvollste und selbstkritischste Weise vom Meister unterhalten. Jeder der an Rock und Heavy Metal interessiert ist, sollte dieses Teil unbedingt in seinen Bücherschrank haben! Genial OZZY!!! Viel Suff, wenig Musik 2 von 5 PunktenWer Spass an der ausführlichen Schilderung von Alkohol- und Drogenexzessen und den entsprechenden Komplikationen (Gefängnisaufenthalte, Mordversuch an der Ehefrau, Massaker im Hühnerstall, Scheidung, vergeigte Auftritte etc.) hat, kann sich hier sicher bestens amüsieren. Wer sich, wie ich, für das musikalische Werk von Ozzy und auch für seine genialen Mitsreiter interessiert, wird eher enttäuscht. Randy Rhoads und dessen Flugzeugabsturz werden immerhin mit ein paar Sätzen erwähnt. Jake E. Lee wird lediglich in einem Nebensatz genannt und über Zakk Wylde erfahren wir nur, dass er eine "Saufmaschine" sei. Über den Entstehungsprozess genialer Alben wie z.B. "Bark at the moon" oder "No more tears" erfährt man eigentlich gar nichts....wahrscheinlich, weil sich Ozzy einfach nicht daran erinnert. Dafür erhalten wir die tolle Info, dass sein Sohn Jack auf Wunsch von Sharon beschnitten ist...ich hatte das eigentlich echt nicht wissen wollen. Geschenk 4 von 5 PunktenDas Buch ist ein Geschenk, aber ich bin sicher, es ist lesenswert. Ozzy ist immer eine Lesestunde wert. Ozzy! Lebende Legende! 5 von 5 PunktenOzzy ist ein Typ, den es auf der ganzen Welt nur einmal gibt. Und als Frontsänger von "Black Sabbath" der ersten Heavy-Gruppe, hat er Rockgeschichte geschrieben. Ozzy verfügt allein über eine Stimme, die ihn aus tausend anderen heraushören lässt und nun eine Autobiografie! Wenn Ozzy, der den Führerschein nach 19 Versuchen jetzt im Alter von 61 Jahren bestanden hat, davon redet, dass er sich an vieles nicht mehr erinnern kann, weil er immer besoffen war oder angibt, dass er Weihnachten hasst und dies Fest der Feste früher nur als Anlass sah, mal wieder vierzehn Tage besoffen zu sein, dann erkennen wir ihn. So ist er und so lieben wir ihn. Ozzy hat nichts zu verbergen, beschreibt sich immer authentisch, unterschlägt nicht seine Rechtschreib- oder Konzentrationsschwäche, gibt ohne Umschweife zu, dass er Viagra ausprobiert hat und dann unter einem "Hauszelt", neben seiner Frau und ehemaligen Managerin, einfach eingeschlafen ist usw. Besonders schön die Entstehungsgeschichte von "Black Sabbath", die als No-Name-Band in einer Kneipe musizierte, wo kaum ein Mensch reinkam, um sie anzuhören. Im Kino gegenüber liefen diese Horrorfilme von Mario Bava (mit der Horrorikone Barbara Steele) oder Roger Corman (mit Horrormeister Vincent Price) und dies Kino war immer voll besetzt. Da beschlossen die jungen Musiker, ihren Sound zu ändern: Sie begannen diese spannende Filmmusik auf ihre Weise zu variieren und neu zu interpretieren, nannten sich fortan nach einem Film von Mario Bava: "Black Sabbath" und hatten so nebenbei einen völlig neuen Musikstil kreiert: "Heavy-Metal" war geboren und "Black Sabbath" gilt als die Instanz, auf die eine lange Entwicklung bis zu heutigen Gothic-Bands zurückgeht. Ob es die gesamte schwarze Musikbewegung, die heute etwa in der Zeitschrift "Zillo" vertreten ist, gäbe, wenn damals nicht die Weichen von den Mannen um Ozzy gestellt wurden, sei dahin gestellt. Die Kultgruppe "Led Zeppelin" als Antipode war eher dem Rockblues verpflichtet, entwickelte den Blues von Muddy Waters oder B.B. King weiter auf eine ebenfalls harte und neue Gangart. Und so erfahren wir vieles aus der Autobio und freuen uns mit Ozzy - der etwa seltsamerweise die Beatles als genial bewundert, obwohl sie seinen Prämissen von Musik sehr weit entfernt sind - dass er alles rückblickend mit dem nötigen Abstand und Humor nimmt, dass er so ein gradliniger Mensch ist und augenzwinkernd seine "Fehler" eingesteht, die für ihn prägend sind und das aus ihm gemacht haben, was er ist: Ein großer Mensch. Meine Rezension gibt nur einen kleinen Einblick, wer alles erfahren möchte, wer überhaupt Interesse hat einen originellen und künstlerisch tätigen Menschen des öffentlichen Interesses, seine Kindheit, seinen Werdegang und seine Entwicklung, seine Hoffnungen und Sehnsüchte, seine Erfolge und Rückschläge, seine Lieben und Vorlieben, kennen zu lernen, dem sei dies wirklich gut geschriebene Buch wärmstens empfohlen. Wir sind oft das, was die persönliche Geschichte aus uns macht. Absolute Kaufempfehlung für alle und jeden. PP Semper fi, alter Sack, semper fi! 4 von 5 PunktenJa, manche Eigenschaften sind nicht sympathisch an Dir, Ozzy. Das Buch ist: nicht immer schön, manchmal traurig, oft amüsant, manchmal urkomisch. Vor allem: Wahrhaftig! Ja, es hätte schlimmer kommen können und Du wärest Sting geworden, in der Fabrik krepiert oder von irgendeinem Tripp nicht zurück gekommen. So hattest Du ein riesen Glück - und wir auch! Semper fi, alter Sack, semper fi!Revelation |
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Bekenntnisse von Nina HagenGebundene Ausgabe von PattlochAngebote bei Amazon: ab EUR 14,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3629022723, Erscheinungsdatum: März 2010 |
5 Kundenrezensionen:Verknackste Seele im Jesusfieber 3 von 5 PunktenKaum eine Seite auf der Nina/Nini/Frau Hagen/Nina Hagen? nicht eine Jesus-Litanei vom Stapel lässt. Das ist echt nervend und die Passagen habe ich dann zu guter Letzt überflogen. Das Buch ist überlastend gespickt mit Jesus-Bekenntnissen, Bibelzitaten und Lobes-Hymnen auf Jesus. Ich dachte die ganze Zeit nur - eh, is man wieder jut, ne. Interessant waren nur die wenigen Seiten dazwischen, wo sie dann echt mal erzählt, wie sie aufgewachsen ist (junge Eltern, Mutter Schauspielerin, Vater erlebte Krieg, war Tablettenabhängig und starb?, Trennung, Künstler-Wohnung mit regem Besucherverkehr, DDR) und ein bißchen was über ihren Werdegang (erste Bands und Auftritte), jedoch immer mit einigen Lücken dazwischen - z.B. wo kommt den plötzlich ihr zweites Kind her? Nur über ihre Zeit im Ashram lässt sie sich dann noch etwas ausführlicher aus (Dieser Gott ist eine Travestie von Gott, die Show des Teufels...). Das wars dann aber auch schon an - für mich lesenswerten - Bekenntnissen. Ich hatte beim lesen immer das Gefühl, wenn irgendetwas nicht so läuft, wie sie es sich wünscht/erträumt (ihr Freund, war z.B. doch nicht der Prinz/Mann fürs Leben und verlies sie), dann wird sie unverhältnismäßig zutiefst traurig, ist am Boden zerstört, klagt und jammert Seitenweise, in allen Variationen um dann plötzlich, mit einem Satz alles zu beenden, ähnlich: aber ich habe keinen Hass in mir, ich liebe Euch alle, so wie Jesus mich liebt. Ich bin nicht allein, den Jesus ist immer bei mir... ....show must go on 3 von 5 PunktenDas Buch ist super geschrieben, flüssig zu lesen, eine richtig gut geschriebene, poppige autobiografie halt. Hut ab vor Nina als Schriftstellerin. Was den Inhalt betrifft, sollte man sich allerdings nichts vormachen. Nina Hagen erzählt von Ihrem Weg zu Jesus, der Sie alle möglichen Erfahrungen in der Welt der Hippies, Punks, Drogen und Ashram-Jünger durchstreifen läßt. Letztendlich ist es aber nichts anderes als der Weg eines enttäuschten Mädchens, daß nicht daß von der Liebe und vom Leben erhielt, was es sich erträumte. Nina spricht oft und viel vom Teufel, welcher überall im außen lauert, aber scheinbar nichts mit ihr selbst zu tun hat. Wobei ich sagen muß, die Aufmache und daß Cover des Buches behaupten daß Gegenteil. Letztendlich mußte es wohl so kommen, daß Sie ihre Heimat im Christentum fand, da diese einfach in unseren Landen allgegenwärtig ist, und Nina einfach anerkannt werden will. Wäre Sie in Nepal geboren, wäre es wohl der Buddhismus, und wenn Sie in Pakistan zur Welt gekommen wäre, wäre sie jetzt wohl Muslima. Es sind viele Widersprüche in diesem Buch enthalten. Einerseits bittet Sie immer wieder darum, man möge sie nicht verurteilen, andererseits verurteilt sie selbst gerne oft und viel. Auch einen Jesus, der nur seine Religion und seine Jünger als die einzigen die "in den Himmel kommen" sieht, gibt es hoffentlich so nicht. Was wäre das für ein Gott, der alle Menschen, die nicht in einem Christlichen Land aufwachsen durften, verdammt??? Ich denke so wollte Jesus nicht wahrgenommen werden, er ging einen Weg voraus, der im innen Stattfand und nicht im außen. Doch leider geht bei Frau Hagen daß meiste im außen vor, sobald eine Religion ihr zu langweilig, fade, oder gar "schlecht drauf" bringt, muß wohl eine neue her. Daß Jesus dabei immer schon in ihrem Leben wahr, läßt das ganze nicht unbedingt autenthischer erscheinen, denn bei wem ist das nicht so??? Es ist schade, daß Frau Hagen ihre popularität nicht nutzt, um wirklich good vibrations zu verbreiten, sondern sich selbst als Botin Jesus verkauft, welche die Leute ansprechen soll, die halt "anders" sind. Ich glaube die kleene Nini ist ganz froh in Jesus einen "Guru" gefunden zu haben, der alles verzeiht, alles vergibt, so daß sie sich endlich selbst vergeben kann. Mein Jesus ist auf alle fälle nicht so fatalistisch, daß er nur seine Jünger liebt, und alle anderen dem "Teufel" anheimfallen. Mein Jesus liebt alle Menschen, auch die im Dschungel ihre Rituale machen, noch nie Zivilisation gesehen haben, und auch keine Bibel, und die kein Plastik und kein Computer brauchen. Auch die Darstellung Drogen kämen vom Teufel ist sehr interessant. Welche Drogen? Die die Menschen/der Staat als Drogen sieht, oder auch Drogen wie Zucker, Alkohol, Kaffee, Fernsehen? Einerseits teilt sie drogen dem Teufel zu andererseits trifft sie Jesus auf LSD, hä? Ich glaube Nina Hagen hat Angst vor der Zukunft und deshalb ist es ihr gutes Recht Zuflucht bei der Kirche zu suchen, und sich taufen zu lassen, aber sie möge uns doch bitte mit Ihrer Predigerei verschonen, denn dies nimmt schon leichte Züge der Zeugen Jehovas an. Ich würde Ihr empfehlen, doch mal mehr in die Natur zu gehen, und dort Gott und Jesus zu finden, denn in jeder Blume und in jedem Baum läßt sich die Herrlichkeit Gottes finden. Wer ein unkonventionelles Buch über Jesus lesen möchte, dem empfehle ich eher : "Und Christus lebt in jedem von euch" von Paul Ferrini, da hat man was davon. Wer wissen möchte, wie die Hagen so tickt, ist mit dem Buch bestens bedient. Ninas Weg zu Gott 5 von 5 PunktenViele lieben sie, manche können nichts mit ihr anfangen ... Sie hat eine schrille Art Sie ist alles andere als bürgerlich Sie ist ein Mensch, wie du und ich Sie ist einfach ein Unikum ICH MAG DIESE FRAU !!!! ICH BEWUNDERE, DASS SIE DAS SO DURCHZIEHT !!!!!! ...und meine Tochter hat das Buch gelesen, da wir Nina Hagen auf der Buchmesse Leipzig im Frühjahr live erleben durften und auch sie Interesse zeigte. Auf ihrem Mist ist auch diese Rezension gewachsen, die ich als ihre Mutter dann geschrieben habe. Inhalt: ===== Das Buch ist in Auflistung der handelnden Personen, 16 Kapitel und Nachwort zum Himmel gegliedert. Die einzelnen Kapitel sind mit Überschriften versehen: z.B. 1. Kapitel: Wie Nina zur Welt kommt und die Welt zu ihr. Whow, abba hallo! 2. Kapitel: Wie Nina zur Rollschuhexpertin wird, weil ihre Mama den Papa abwickelt ... 4. Kapitel: Wie Nina den Sex lernt und Gott lästert 5. Kapitel: Wie Nina mit dem Wolf Bekanntschaft macht und über den Jesus mit der Knarre nachdenkt ... 15. Kapitel: Wie Nina Levi zum Public Enemy eines Halbgottes wird 16. Kapitel: Wie Nina zu den Wassern des Lebens findet und die Wasser des Lebens zu ihr Jedes Kapitel beginnt entweder mit Auszügen aus Briefen des Johannes oder auch des Hebräerbriefes, auch mit Aussprüchen und Gedanken von Nina Hagen selbst oder anderen bekannten Persönlichkeiten, wie z. B. Joan Baez u.a. meine Meinung zum Buch und der Umsetzung des Inhalts: Ich finde, dass es ein unheimlich ehrliches und tiefsinniges, hintergründiges Buch ist, welches viele Menschen wahrscheinlich einer Nina Hagen nicht zutrauen würden. Gerade auch deshalb empfehle ich dringend, wenn man ein wenig Interesse zeigt, dieses Buch zu lesen, es hilft, diese Frau besser verstehen zu lernen. Es hilft, ihren Werdegang und ihre Gedankengänge zu verstehen. Aus tiefstem Inneren schreibt sie, wie sich ihre Familie entwickelte und wie sie dadurch gereift ist und all diese Details empfunden hat. Wie ihr Leben verlaufen ist und wie sie persönlich (auch ihre Drogenprobleme versteckt sie nicht) Tiefen und Höhen verarbeitet hat, die ihr wiederum halfen, zu der Person zu werden, die sie ist. Aufrecht im Leben stehend und mit einem irrsinnigen Halt und einer Aura, die schon der Hammer ist. Ich habe erlebt, wie sie die Menschen an das "Blaue Sofa" fesselte mit ihren Reden, die sie auf der Leipziger Messe zum Besten gab. Sie hatte natürlich auch ihre "Rockröhre" dabei und gab 2 Stücke zum Besten. Also, diese Frau kann nicht nur Bücher schreiben, sie kann auch noch singen. Oder war das andersherum ??? *gg* Ich komme ins Schwärmen. SORRY !!! Jedenfalls kann ich über das Buch sagen, dass es sehr ehrlich geschrieben ist, flüssig und leicht zu lesen. Es gibt die Person Nina Hagen in ihrer Jugend, über ihre Karriere und ihre familiären Höhen und Tiefen und natürlich die öffenltiche Person Nina Hagen zum Besten. Es zeigt aber auch auf, wie Nina Hagen eine Beziehung zu Gott aufgebaut hat. All diese ehrlichen und offenen Gedanken werden Kapitel für Kapitel offengelegt und sind eine Biografie, wie ich finde, der besonderen Art. Das Buch ist wie Nina Hagen !!! Offen, ehrlich und teilweise auch schrill, aber herzlich und qualitativ hochwertig. Sie hat ihren Weg zu Gott gefunden, frei von der Kirche und das finde ich absolut klasse und ich finde klasse, dass sie offen dazu steht und dafür eintritt. Ein sehr lesenswertes Buch, wenn man die Vorurteile beiseite lässt. Ein Buch, welches mehr ist, als man glaubt. Eine Reise mit Nina Hagen auf ihren einzelnen Lebensstationen. Ein roter Faden zieht durch das Buch, immer wieder verknüpft Nina Hagen die Stationen ihres Lebens mit dem Empfinden und Finden Gottes. Und das in einem Elternhaus, welches durch und durch atheistisch war..... Bildmaterial: ======== Zahlreiches auch sehr privates Bildmaterial untermalt die Texte perfekt, sodass man sich den Werdegang auch in bildhafter Weise vor Augen führen kann. kurze Leseprobe: aus Kapitel 9 Wie Nina sich auf einen LSD-Trip mit Gottes Sohn unterhält Doch ich halte dagegen. Gott entscheidet, wie er in das Leben von Menschen kommt, nicht wir. Er zeigt sich, wie Er will. Ich halte es sehr wohl für gefährlich, Leuten zu empfehlen, sie sollten Drogen nehmen, um Gott zu erfahren. Drogen sind eine Erfindung des Teufels. Aber ich halte es für noch größeren Quatsch, wenn jemand sagt: Unter dem Einfluss von einigen Drogen kann sich Gott jedenfalls nicht zeigen. Gott kann. Und Er hat auch über das Böse die Kontrolle. Ich bezeuge es. Gott kann überall, ja selbst mitten in den Abgründen des Teuflischen den Himmel aufgehen lassen. Das gerade ist Sein Zeichen: Er kann. ..... Walking in my shoes 5 von 5 PunktenIch wusste vor dem Buch nicht viel über Nina Hagen. Aber ich hab hier einen ganz wunderbaren Menschen entdeckt ! Nina steht 100 %-ig im Leben ( z.B. Beteiligung an Demos ), und Gott ist für sie genauso 100 %-ig Realität wie bei mir ! Sie sagt, was sie denkt. Sie ist ehrlich ( in Zu- und Abneigung )! Ich hab diese Überschrift für die Bewertung gewählt, weil sie nicht verurteilt werden möchte. Nicht für ihr Aussehen, und nicht für ihre Taten. Nur Gott darf über uns urteilen. Aber nicht Menschen. Auch ihr Schreibstil hat mir sehr gefallen : Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch. Ihre Suche nach Gott fing schon als Kind an. Ihre Taufe ist keine "aktuelle Spinnerei". Sondern ihr Nachhause-Kommen zum himmlischen Daddy ... Nina Hagen Bekenntnisse 3 von 5 PunktenIch hätte mehr über ihr Leben nach der Pubertät bis zur Jetztzeit erwartet, so bekommt man viele Bibeltexte präsentiert incl. Ausflug zum Hinduismus. Ich denke ein Fan von Nina Hagen ist mit dem Buch nicht zufrieden. Es könnte ein Missionierungsversuch zum christlichen Glauben sein. |
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Mozart. Eine Biographie von Martin Geck, F. W. Bernstein, Fritz WeigleGebundene Ausgabe von Rowohlt, ReinbekAngebote bei Amazon: ab EUR 1,13 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3498024922, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 4., Aufl. |
Aus der Amazon.de-RedaktionDas Bild des Harlequins ließ Martin Geck nicht mehr los. Wäre es nach ihm gegangen, sein Mozart-Buch hätte den Titel ?Harlequin komponiert? getragen. ?Das Schwere angenehm zu machen?, so in etwa ließe sich Mozarts Schaffen als ?Aufatmen? zwischen den deutschen Tiefsinns-Titanen Bach und Beethoven charakterisieren. Vor uns liegt ?eine Darstellung von Leben und Werk auf neuestem Forschungsstand?. Nicht ohne Hintersinn unterteilt Geck sein Komponistenportrait in 27 Kapitel. Je 12 sind dem Leben und Werk gewidmet. Die drei mittleren Stücke behandeln die Ästhetik, das zentrale Kapitel schließlich lautet "Harlequin komponiert". 27 ist 3 ³, die vollkommene Zahl. Ganz der ?geordneten? Musik des Protagonisten entsprechend. Nun also doch! Gecks Wille ist geschehen. Diese heilige Ordnung nun nicht mit einem ?Sturzbach von Worten? zu übergießen, war feste Absicht des Autors. Und doch, zu seriös sein Gegenstand. Nicht immer macht es der renommierte Musikwissenschaftler leicht, seiner fundierten tiefenpsychologischen Werkanalyse zu folgen. Speziell die schwierigen Schlusskapitel über die ?Haydn-Quartette? und die späten Sinfonien verlangen dem unbedarften Musikfreund und Notenunkundigen einiges an Fachwissen ab. Als hätte Geck geahnt, wie schwer das Vermitteln von Leichtigkeit sein kann, bat er den befreundeten Zeichner F. W. Bernstein, seine ?ironisch-gebrochenen? Karikaturen den Kapiteln voranzustellen. Die ?Reise ins Mozart-Land? bietet mehr als nur Musik. Geck durchstreift Zeit- und Kulturgeschicht-liches, pflegt den philososophischen Diskurs, und stößt so nebenbei liebgewonnene Bösewichter wie etwa Vater Leopold von ihrem Sockel. Auch das immer wieder zu düsterem Raunen Anlass gebende ?Requiem? wird entschlüsselt. Am Ende werden wir Mozart besser kennen, diesen freiheitsliebenden und freimaurerischen Geist, der die Kunst vervollkommnete, schwerste Stoffe in hellstem Lichte erstrahlen zu lassen. Service-Leistungen gibts obendrein. Nicht nur hält Geck eine Discografie der schönsten Mozart-Aufnahmen bereit, nein, man staune, auf den Leser wartet auch ein komplettes Köchelverzeichnis! Zusammen mit der poetischen Lebensbetrachtung Wolfgang Amadeus Mozart von Piero Melograni ist man also bestens gerüstet für das Mozartjahr 2006. --Ravi Unger 5 Kundenrezensionen:super Schnäppchen! 5 von 5 PunktenZustand der super günstigen Sonderpostenausgabe war einwandfrei und die Lieferung verlief ohne Probleme (trotz abweichender Liefer- und Rechnungsadresse) Weiter so! Das Schwere leicht machen 5 von 5 PunktenDas ist, was Amadé Mozart, wie er seinen Namen meist selber schrieb, mit seiner Musik nach Geck geleistet hat. Das ist aber auch, was der Autor mit seinem Buch leistet. Geck ist Musikprofessor und er hat schon über andere grosse Komponisten geschrieben, so über Bach, Mendelsohn und Beethoven. Er ist mithin ein etablierter, grosser Fachmann. Der Untertitel heisst "Eine Biographie". Das stimmt, aber es ist mehr als das. Der Reihe nach. Der erste Teil ist die Mozart-Biographie. Geck hält sich eng an die Quellen und er berichtigt manches, was in der Mozart-Biographik, die schon kurz nach seinem Tod anhob, krumm gelaufen war. Mozart wird uns als erfolgreicher, freier Künstler präsentiert, der bis in seine Todesnacht gearbeitet hat und am Abend noch Leute zur Probe zuhause hatte. Alles ist nachvollziehbar und sehr gut lesbar. Dann gibt es einen zweiten Teil, der sich der Musik widmet. Ich als weitgehender Laie dachte mir, dass mir das zu hoch sein würde. Aber nein, auch dieser Teil erwies sich als interessant und verständlich. Hier wird der Entstehungsgeschichte und den Aufführungsbedingungen nachgegangen und die Eigenarten der einzelnen Opern, der Klavierkonzerte und einigem anderen besprochen. Alles erscheint locker und leicht, gut recherchiert, professoral in der Übersicht und im Ausgreifen in das kulturelle und historische Umfeld, aber elegant und witzig geschrieben. Zusammengefasst also müsste der Titel heissen: Ein Mozartbuch; sein Leben und seine Musik. Ich kann dieses Mozartbuch allen empfehlen, selbst denen, die nur wenig mit Musik zu tun haben und nur wenig davon wissen. Es ist eine wirklich feine und dennoch edukative Lektüre, ein sehrsehr gutes Sachbuch, das alles leistet, was ein Sachbuch leisten kann. Und Mozart ist in der Menschheitsgeschichte einer der seltenen Giganten. Man darf also ruhig etwas über ihn wissen. Dieses Buch ist ihre Quelle! Wer schreibt, hat Vorgänger 5 von 5 Punkten"Wer schreibt hat Vorgänger", weiß der Dortmunder Musikwissenschaftler Prof. Martin Geck, und wenn es um Mozart geht, sind sogar die berühmtesten Denker mit dabei. Musik war allerdings nicht die Stärke des großen Immanuel KANT, und so kommt es, dass KANT instrumentale Musik vergleicht mit "Tapetenmustern oder Rankenwerk auf Bilderrahmen." Ein bisschen mehr Mühe sollte man sich schon geben mit Mozart. Der legendäre Theologe KARL BARTH formulierte dann auch anlässlich eines Festvortrages mit dem Titel "Mozarts Freiheit", wer Mozart höre, der dürfe sich als Mensch fühlen, "als der schlaue Basilio und als der zärtliche Cherubino, als Don Juan, der Held, als der Feigling Leporello, als die sanfte Pamina und als die tobende Königin der Nacht, als die alles verzeihende Gräfin und als die entsetzlich eifersüchtige Elektra, er darf sich als der weise Sarastro und als der närrische Papageno, die in uns alle stecken - er darf sich als dem Tod Verfallene und als der noch und noch Lebende, die wir ja alles sind, verstanden und selber zur Freiheit berufen fühlen." Na, da hat Martin Geck ja festlich Zitierbares ausgegraben. Da wird man schon mürrisch und wie mit kaltem Wasser übergossen, wenn man sich den komprimierten ADORNO durch die Zähne ziehen muss: "Nur darum ist seine Klassizität vorm Vorwurf des Klassizismus gefeit, weil sie am Rande einer Desintegration angesiedelt ist." Was ADORNO, der konsequente Deserteur unter den Denkern, als "dekonstruktivistische" Desintegrationskraft feiert, - dies provoziert den BACH-Sohn Carl Philipp Emanuel zur Schimpfkanonade: "Alles muss närrisch und komisch sein!" Närrisch? Man soll das "Karnevaleske" in seiner Kreativität nicht bagatellisieren. Martin Geck spricht vom "harlekinesquen" Mozartscher Genialität, die wie eine Atempause auftauche zwischen der strengen und vernünftigen Klassik und der zuweilen erdrückende Emotionen erweckenden Romantik. Was MOZART alles leistet, kann man übrigens im Umkehrschluss auch aus dem Gemecker NIETZSCHES herauslesen, der sich über WAGNER äußerst verächtlich ausließ: "Meine Einwände: ... dass ich nicht mehr leicht atme, wenn diese Musik auf mich wirkt; dass alsbald mein Fuß gegen sie böse wird und revoltiert - er verlangt von der Musik die Entzückungen, welche in gutem Gehen, Schreiten, Springen, Tanzen liegen. Protestiert aber nicht auch mein Magen? mein Herz? mein Blutkreislauf? mein Eingeweide?" - MOZART hingegen macht alles richtig. Martin Geck (nebenbei unterstützt durch 28 Zeichnungen des Karikaturisten F. W. Bernstein) formuliert, sich durchaus würdig erweisend dieser vieltönigen Meinungspartitur: "Zwischen BACH und BEETHOVEN das große Aufatmen: keine Predigt, kein Bekenntnis, kein Ethos, kein deutscher Tiefsinn, sondern Freiheit. Freiheit des Agierens, des Fühlens und Denkens." Ich glaube, hätte es für MOZART die Möglichkeit gegeben und hätte er die Zeit überhaupt dazu gefunden, er hätte mit höchstem Vergnügen diese Biographie von Geck förmlich verschlungen. Jung stirbt, wen die Götter lieben 5 von 5 PunktenJung stirbt, wen die Götter lieben Senta Berger liest Martin Gecks Buch ?Mozart ? Eine Biographie? Von Wolfgang Haan Kulinarisches Gedudel ?Kennen Sie Mozart?? ? Wie würde wohl die Antwort eines in einer beliebigen Stadt Befragten ausfallen: z. B. eines nichts Böses ahnenden Passanten, unterwegs im Einkaufszentrum, Schall bedudelt und Lärm besudelt aus jeder möglichen und unmöglichen Richtung und Quelle, von Geschäft zu Geschäft hetzend wie ein Schnäppchenjäger im Schlussverkauf: ?Das ist doch der mit den Locken und den Kugeln, oder?? wäre eine der möglichen Antworten ? damit läge die Trefferquote immerhin schon bei 50 %. Und auf die Frage ?Aber Sie kennen doch bestimmt ?Die kleine Nachtmusik?? wäre vielleicht die Reaktion ein freudestrahlendes: ?Ja genau ? dida dida dida dumm?. Aber - kennen wir Mozart? Und ich meine damit nicht die Kaufhausbeschallungs-, Werbe-, Kinofilm- oder Fahrstuhlversion vieler seiner berühmten Kompositionen. Auch nicht den debil schrill lachenden, ständig betrunkenen oder Obszönitäten und Peinlichkeiten verbreitenden Clown aus Milos Formans Oscar gekröntem Film ?Amadeus? aus dem Jahre 1984. Einen Ausweg für alle Interessierten bietet das exzellente, jetzt bei der Deutschen Grammophon Literatur erschienene Hörbuch mit dem unprätentiösen Titel ?Mozart - eine Biographie?. Dieses Hörbuch basiert auf der im Rowohlt Verlag erschienenen gleichnamigen Printausgabe des Gleim-Literaturpreisträgers Martin Geck, seines Zeichens Professor an der Universität Dortmund und Autor zahlreicher, mittlerweile in 12 Sprachen übersetzter, Bücher. What difference does it make? Endlich einmal werden Käufer der Printausgabe gegenüber dem Erwerber dieses Hörbuches benachteiligt, denn der Verlag hat den Lebenslauf Mozarts, dem sich die ersten beiden CDs widmen, mit zahlreichen kurzen Musikbeispielen angereichert. Diese Klassik-Clips wurden von so bekannten Persönlichkeiten wie z. B. Claudio Abbado, John Elliot Gardiner oder Karl Böhm eingespielt und sind von ausgezeichneter Klangqualität und dies, obwohl die Laufzeit der einzelnen CDs jeweils fast 80 Minuten beträgt. Das absolute Highlight ist jedoch die dritte CD des Hörbuches, die extra für diese Produktion von Martin Geck zusammengestellt wurde und die in dieser Form einzigartig ist. Auf dieser befinden sich, auch für den musik-wissenschaftlichen Laien leicht verständliche, informative und ausführliche Essays mit musikhistorischen oder ? kritischen Anmerkungen zu Mozarts großen Werken wie z. B. der Oper ?Don Giovanni? oder, welche Überraschung, ?Eine kleine Nachtmusik?. Fakten! Fakten! Fakten! Natürlich kommen auch Freunde knallharter Informationen nicht zu kurz. Auf den ersten beiden CDs befinden sich in geballter Form alle Daten, die das Herz eines jeden Musikbegeisterten höher schlagen lassen werden. In verkürzter Form gegenüber der Printversion, wobei jeder einzelne Track von einem anderen Musikstück Mozarts eingeleitet wird, erzählt uns der Autor von Mozarts Leben und Leiden, Aufstieg und Fall, Freunden und Feinden, Frauen und Freudenmädchen und vielem mehr. Dabei verzichtet Geck erfreulicherweise auf die wohlbekannten Mozartklischees wie das vom übermächtigen Vater und unterlässt die leider übliche Psycho-Analyse des Verhältnisses von Mozart zu Frauen. Stattdessen erzählt er mit leichter Hand und pointiertem Strich in chronologischer Reihenfolge von Mozarts Leben. Dabei seziert er geradezu genüsslich so manchen überkommenen Mythos, löst vermeintliche Rätsel in heiße Luft auf oder beweist, dass sich angeblich fundierte Fakten aus Zitaten literarischer Werke, z. B. E.T.A. Hoffmanns, abgeleitet haben. Wienerischer Charme Senta Berger, gebürtige Wienerin und eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen, trägt mit Ihrer Fähigkeit, dem Text Leben zu verleihen, immens viel zur Atmosphäre des Hörbuches bei. Dabei beschränkt Sie sich nicht nur auf kleine Schwankungen in der Tonhöhe oder Klangfarbe sondern greift dabei auf die volle Klaviatur Ihrer sprachlichen Möglichkeiten zurück. Egal, ob es sich dabei um fremdsprachige Zitate, Zeitungsartikel, Briefe, Passagen aus literarischen Werken oder um Gecks originären Text handelt, stets trifft sie exakt und scheinbar völlig mühelos den richtigen Ton. Das absolute Highlight sind jedoch die Stellen, denen Sie durch einen leichten wienerischen Akzent besonderen Charme verleit oder wenn Sie in breitestem, ordinären wienerischen Dialekt Briefe vorträgt. Bemerkenswert ist, welche Wärme Sie in Ihre Stimme zu legen vermag. Dadurch bekommt die naturgemäß sachliche Sprache einer Biographie eine zutiefst menschliche, teilnahmsvolle Dimension, die der Figur Mozarts eine bemerkenswerte Fragilität einräumt ohne in Sentimentalität oder Kitsch abzudriften. An den passenden Stellen tritt dadurch das ?Genie Mozart? in den Hintergrund und macht den Blick frei auf die Tragödie des ?Wunderkind Mozart?; eines Wunderkindes, dessen Musik sich auch nach über 200 Jahren noch immer ungebrochen größter Popularität erfreut. Dem Hörbuch liegt ein mehrseitiges Booklet bei, das naturgemäß bei einer Biographie nicht viele Informationen zum Buch enthalten kann. Dafür sind die Daten zum Autor und zur Sprecherin erschöpfend und zu den einzelnen Interpreten hervorragend. Die Trackliste ist, wie von Deutsche Grammophon Literatur gewohnt, präzise und ausführlich und wird noch durch Hinweise auf Neu-Veröffentlichungen anlässlich des 250. Geburtstags Mozarts 2006 ergänzt. Mein Start ins Mozartjahr ... oder eher ein Fehlstart? 2 von 5 Punkten'Mozart. Eine Biographie' verkünden Schutzumschlag und Titelseite und führen damit sogleich in die Irre: Denn der im engeren Sinn biographische Teil, der die Chronologie von Mozarts Leben verfolgt, endet bereits nach der Hälfte des ca. 400seitigen Texts; es folgen drei Kapitel zur Ästhetik (ca. 35 Seiten) sowie 12 Kapitel zum Werk, kein systematischer Gesamtüberblick, sondern Kommentare zu wichtigen Werken bzw. Werkkomplexen. Nun gut, eine gewisse Unschärfe im Titel, aber was soll man sich lange dabei aufhalten, wenn die launige Aufmachung des Buches (Illustrationen von F.W.Bernstein) und gefällige Kapitelüberschriften ("Genie auf dem Sprung", "Harlequin komponiert", "Ein Kapitel für Liebhaber: Die Klavierkonzerte") angenehme, sogar unterhaltsame Lektüre verheißen - und da der Autor im Vorwort vermerkt, man könne überall einsteigen, warum nicht z.B. mit dem Kapitel "Wer spricht da von Wiener 'Klassik'?" aus dem Ästhetik-Teil. Interessante Fragestellung - wie berechtigt ist dieser Begriff eigentlich, den man so leichtfertig benutzt? Ja, das will ich wissen, schlage das Kapitel auf uns lese dann z. B. auf S.236: "Während man die Gemeinsamkeit in klassizistischer Sicht gern als eine zentripedale Kraft sieht, die zur Reinheit, Eindeutigkeit und Geschlossenheit des Systems tendiert, dominieren in Wahrheit die zentrifugalen Kräfte, die von einem idealen Zentrum wegdrängen und eine Vielfalt von Mutationen hervorbringen" ... Nach mehreren solcher Passagen überlege ich, ob mir jemand das Buch wieder so verschweißen kann, dass ich es in die Buchhandlung zurückbringen kann; aber: vielleicht entsprechen andere Kapitel eher meinen Vorstellungen, und so wende ich mich dem biographischen Teil zu. Eine gewisse Erleichterung: Das ist wenigstens über weite Strecken ein flüssig geschriebener und gut lesbarer Lebensabriss; freilich, gelegentlich wird auch hier das schwere Geschütz der Kulturtheorie aufgefahren ("die Differenz ... die nicht erst seit Derrida das Eigentliche in der Kunst bedingt" S.35) und überhaupt eignet den Ausführungen eine schillernde stilistische Vielfalt: Da wird einmal tiefsinnig-spekulativ räsonniert, wenn die Komponisten eingeteilt werden in "Philosophen" ("jedes Opus ... ist individuelle Ausformung eines übergeordneten Gedankens") und "Sänger" ( "... sind auf Kommunikation angewiesen, können sich nicht allein über Struktur vermitteln", S.48); dann begegnet die betuliche Poesie volkstümlicher Konzertführer (zum Schlusssatz des Violinkonzerts KV 216: "Mit spitzen Schritten betritt eine kleine Primadonna die Bühne; doch schon bald verläuft sich ihre Empörung", S.67); wieder Anderes ist nachlässig hingeschrieben, als habe man es mit einem schwach redigierten Vorlesungsmanuskript zu tun: "Dieser Dr. Ludwig Alois Ferdinand von Köchel ist ein durchaus interessanter Mann gewesen." (S.133) Über die Werkkommentare des Autors kann ich nur wenig sagen. Ich habe einen Blick in das Kapitel über die Klavierkonzerte geworfen, verspürte allerdings wenig Lust, in diesem Zusammenhang "auf den komplexen Dialog-Begriff von Michail Bachtin zurück[zu]greifen, den er innerhalb seiner Untersuchung karnevalesker Romanstrukturen entwickelt hat" (S.346). Auch den Phrasen des laut Autor "als Mozart-Essayist höchst originelle[n] erste[n] Außenminister[s] der Sowjetrepublik", Georgi W. Tschitscherin, konnte ich wenig abgewinnen ("jedes [der Klavierkonzerte] für sich eine besondere Welt mit unermeßlichem Inhalt", S.357), und als für den simplen Sachverhalt, dass Mozart in einem Konzert Jagdmotive verwendet, das Modewort 'Intertextualität' herhalten musste (S.355), dachte ich, so, jetzt reicht's. Fragt sich nur noch, an welches Zielpublikum Autor und Verlag eigentlich dachten. Dieses 'Biographie' enthält sicher Material in Fülle, um sowohl Liebhaber als auch Fachpublikum zu verstimmen. |
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Sean Connery. Hollywood Collection - Eine Hommage in Fotografien von Aaron Smyth, Manfred HobschGebundene Ausgabe von Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbHAngebote bei Amazon: ab EUR 9,49 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3896028820, Erscheinungsdatum: August 2010 |
3 Kundenrezensionen:Eine gelungene Hommage an einen der größten Filmstars aller Zeiten. 5 von 5 PunktenDas wichtigste vorweg. Eins der schönsten und besten Bücher, was ich in den Händen gehalten habe. Ein sehr gutes verarbeitet Hardcover-Buch. Es fühlt sich an, als wäre es in Watte gepackt. Der Inhalt ist eigentlich nicht zu beschreiben. Man muss das Buch erleben. Es gibt sehr viele Fotos, die teilweise noch nicht veröffentlich waren, zu sehen und zu bestaunen. Es werden fast alle Filme kurz oder ausführlich beschrieben. Die Fotos wurden mit Zitaten von Sean Connery oder seiner Familie, Freunde und Kollegen unterlegt. Alle Sean Connery und James Bond Fans sollten das Buch in Ihrer Sammlung haben. Eine gelungene Hommage an einen der größten Filmstars aller Zeiten. "Jedes Buch über Sean Connery muss mit James Bond beginnen, ..." 4 von 5 PunktenNun, diese Hommage beginnt mit einer kurzen Biografie des schottischen Schauspielers, ein paar magere Einblicke in Kindheit und Jugend, sehr wenig zu seinen privaten Leidenschaften. Gründlicher wird auf seine Karriere als Schauspieler eingegangen. Es folgen die einzelnen Filme, in denen er mitgespielt hat, eingeteilt in die Bereiche: Erfolge ganz ohne James Bond (1950er und 1960er-Jahre), Auf der Flucht vor Bond (1970er-Jahre), Endgültige Befreiung vom Agenten-Image (1980er-Jahre), Vom Star zum Produzenten (1990-2003). Die Vorstellung der Filme beinhaltet in der Regel einen Textteil (ca. eine halbe Seite) und ein oder mehrere Fotografien, Schwarz-Weiß oder in Farbe. Natürlich werden seine Erfolge - und dazu zählen nun einmal die James Bond Filme - ausführlich dargestellt. Manch anderes wurde schlichtweg unterschlagen: von Presidio (1988) finden sich gerade mal zwei Bilder, keine Erläuterungen. Time Bandits (1981), Mord im Orient-Express (1974) und andere Filme habe ich vergeblich gesucht. Privates wird nur am Rande gestreift. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen - darunter ein Bild von der Mister Universum Wahl im Jahr 1952 - findet man in diesem Buch nur Aufnahmen von seinen Filmen. Immerhin erfährt der Leser in der Kurz-Biografie sowie den knappen Anmerkungen zu den einzelnen Bildern die eine oder andere Anekdote von den Dreharbeiten sowie Meinungen von Kollegen oder Regisseuren über seine Person und die Zusammenarbeit. Interessant ist seine Arbeitseinstellung: dass er seinen Text gerne "filletierte" und selber Kürzungen vorschlug, denn "eine stille Geste kann im Bruchteil einer Sekunde mehr aussagen als ein minutenlanger Dialog." Oder dass er darauf bestand, das Marnie-Drehbuch vor Vertragsunterzeichnung zu lesen, ein Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze Hollywoods, wo nicht einmal ein Gary Grant das Drehbuch zu einem Hitchcock-Film vorab gelesen hat. Verbesserungsfähig: ein Register fehlt, wer Bilder oder Informationen zu einem bestimmten Film sucht, darf blättern. Schön wäre auch eine tabellarische Übersicht gewesen im Stile der Filmografie von Wikipedia. Alles in Allem eine interessante Ergänzung für meine Sammlung von Biografien und Porträts, allerdings nicht so ausführlich wie ich es mir erhofft hatte. Den Oscar erhielt Connery für eine Nebenrolle 5 von 5 PunktenWie schwierig es ist, eine beliebte Rolle auch wieder loszuwerden, zeigte eine Kinoerlebnis, das mir in Erinnerung blieb, obwohl es Jahrzehnte zurückliegt. Als in einem B-Weltrettungsmovie der amerikanische Präsident seinen ersten Auftritt hatte, rief ein Junge laut in den Saal: "Oh, schau mal, das ist ja der Urwalddoktor Daktari." Ähnlich wie dem Schauspieler Marshall Thompson erging es auch Sean Connery. Obwohl er in zahlreichen anderen Filmen wichtige Rollen spielte und auch als Produzent einige Erfolge feiern konnte, wurde er letztlich auf James Bond festgenagelt. Trotz "Die Brücke von Arnheim", "Highlande" und "Der Name der Rose". Der Herausgeber diese Reihe und der Texter Manfred Hobsch versuchen nicht krampfhaft, ein völlig anderes Bild von Sean Connery zu zeichnen, als es die meisten Fans des schottischen Schauspielers haben. Zwar bringen sie Korrekturen an, machen einen Unterschied zwischen Sparsamkeit und Geiz, sprechen von Connerys Kindheits- und Jugendjahren, fügen an den richtigen Orten Originalzitate von Connery ein und setzen auf kleine Anekdoten. Aber eine Hommage an Sean Connery ist eben auch eine Hommage an James Bond. So unterschiedlich Clint Eastwood und Sean Connery auch sind, die beiden Männer faszinieren auch noch in einem Alter, das ich mir als Jugendlicher kaum vorstellen konnte. Beim Beruf und Aussehen von Connery ist es daher umso erstaunlicher, dass dieser Held seit 35 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet ist, nachdem das Ende seiner ersten Ehe offenbar ziemlich schmerzlich war. Was die beiden Männer verbindet, ist ihre Gradlinigkeit. Wozu dies in der Klatschpresse und in Hollywood manchmal führte, wird in den informativen Texten ebenfalls erwähnt. Aber nachdem in der Einführung das Leben und Werk Sean Connerys zusammengefasst wird, stehen Bilder im Vordergrund. Die sind zwar nicht alle von herausragender Qualität, was sich allerdings kaum verhindern lässt, wenn man den Betrachtern eine möglichst umfassende Gesamtschau bieten will. Zudem haben Standbilder alter Filme eben oft etwas ungewohnte Farbtöne. Wichtiger ist mir bei einer solchen Hommage, dass die Auswahl geglückt ist. Denn schließlich erwarte ich ja keinen Bildband im üblichen Sinn. Schon gar nicht für diesen Preis. Mein Fazit: Filmliebhaber und Fans von Sean Connery werden diese Hommage lieben. Denn sie zeigt auch viele Facetten des berühmtesten Bond-Darstellers, die der Öffentlichkeit bisher verborgen blieben. Und natürlich kommen auch andere Stars der Filmbranche zu Auftritten. Kurze und prägnante Kommentare zu den Abbildungen und Zitate von Connery tragen mit dazu bei, die Person Sean Connery besser kennenzulernen. Wer noch mehr wissen möchte, kann ja die Autobiographie lesen. |
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Lemmy - White Line Fever: Die Autobiographie von Lemmy Kilmister, Janiss Garza, Klaas IlseTaschenbuch von Heyne VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 6,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453675258, Erscheinungsdatum: November 2006 |
5 Kundenrezensionen:Heul doch! 1 von 5 PunktenBeim Lesen dieses stümperhaft geschriebenen Machwerkes erscheint Lemmy als ziemlich unsympathischer Zeitgenosse, der einerseits primär am Konsum von Drogen und Frauen interessiert ist und andererseits dauernd rumjammert, wie ungerecht er von den Plattenfirme behandelt wird, denen er die Schuld an seinem kommerziellen Scheitern gibt (was ihm angeblich aber gar nicht wichtig ist, da er sich ja in der Aussenseiter-Rolle gefällt). Vielleicht liegts einfach an der eher simpel gestrickten und oft mies produzierten Musik, die Motörhead seit 30 Jahren nahezu unverändert spielt.... Geil 5 von 5 Punktenschön geschriebn geile storys...aber teilweise komisch übersetzt...ich denke nicht das Lemmy mit you "sie" meinte sondern eher "du"...hat irgendwie was komische andauernd gesietzt zu werden...aber echt geiles buch muss man haben.. wer auf motörhead steht.... 5 von 5 Punktenwird dieses buch lieben... gut geschrieben und richtig witzig - so konnte ich sogar meinen freund mal zum lesen bringen :-) Lemmy - White Line Fever: Die Autobiographie 5 von 5 Punktenalso für leute die motörhead und lemmy kennen ist das buch ein absolutes muss. ich bin ja nicht so der lesetyp, aber dieses buch hat mich gefesselt. überraschend war auch das sich lemmy, trotz seiner ganzen exzesse, sehr genau an viele details erinnern kann. Vollgas 5 von 5 Punktenbin kein fan, aber hab nen faible für den lebensstil...somit ganz mein geschmack!das abgedroschene sex, drugs & rockn roll passt da wie die faust aufs auge ;) |
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